Wer Gelegenheit hatte, Teppichknüpferinnen (z.B. in der Türkei) bei ihrer Arbeit zuzuschauen, der ist sicherlich nicht aus dem Staunen herausgekommen. Allein die unterschiedlichen Motive, die mit jedem Knoten langsam Gestalt annehmen, verblüffen den ahnungslosen Betrachter.
Der größte Teil der Herstellung erfolgt heutzutage allerdings maschinell. Ausnahmen gibt es natürlich und die haben auch ihren Preis. Das Knüpfen von Teppichen hat in der persischen Kultur seit über drei Jahrtausenden eine festen Platz. Alte Motive werden aber oft noch als Vorlagen benutzt.
Es ist eine Wissenschaft für sich, die Teppiche nach Knüpfarten und ihren Klassifizierungen zu unterscheiden. Die Knotendichte spielt gleichsam eine wesentliche Rolle, ebenso wie die unterschiedlichen Materialien. Selbst Seide wird verarbeitet, die im Gegensatz zu Wolle und Baumwolle, dem Teppich eine besonders feine, orientalische Note gibt.
Den fliegenden Teppich müssen wir leider in die Welt der Fantasie einordnen. Allerdings lassen sich viele dieser Teppiche bei ganz normalen Teppichhäusern wie Kibek, Höffner und vielen mehr finden, wo man sie mit einem Gütesiegel erwerben kann.
Aber es gibt wundervolle Perserteppiche, die als Fundstücke ihren Platz in Teppichmuseen gefunden haben. Dort kommen sie zu berechtigter Geltung, während wir das wertvolle Produkt im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen treten.
March 4th, 2010 at 12:31 am
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